Daniel Werbeck, staatlich anerkannter Altenpfleger

Staatlich anerkannter Altenpfleger, Diakonie der Evangelischen Kirchengemeinde Haan

Sport und Gesundheit haben mich von Jung an interessiert. Durch eine Freundin kam ich auf die Idee, ein Praktikum in einer Einrichtung für betreutes Wohnen und dort in einer Demenz-WG zu machen.

Die Vorgesetzten damals waren der Meinung, dass ich sehr für einen Beruf in diesem Bereich geeignet sei. Ich war selbst ein wenig überrascht. Das Praktikum gefiel mir zwar gut, allerdings schwebte mir immer noch etwas mit Sport und Gesundheit vor. Meine weitere berufliche Laufbahn entwickelte sich aber erst einmal völlig anders. Durch familiäre Gegebenheiten arbeitete ich zwei Jahre in der Industriebranche. Mir wurde in dieser Zeit immer klarer, dass das nicht das Richtige für mich ist.

Also bewarb ich mich um eine Ausbildung zum Altenpfleger und wurde bei der Diakonie in Haan eingestellt. Praxis und Schule im Block wechselten sich ab, insgesamt drei Jahre. Sowohl stationäre als auch ambulante Arbeitseinsätze gehörten zu der Ausbildung wie auch 10 Wochen in einem frei wählbaren Bereich, wie z.B. Krankenhaus, Suchtstation etc.

Ich arbeite inzwischen inklusive der Ausbildungszeit seit vier Jahren als Altenpfleger und betreue Seniorinnen und Senioren in der Wohnanlage der Diakonie sowie auch in Privathaushalten.

Am meisten macht mir Spaß, in Kontakt mit den älteren Menschen zu treten, für deren Abwechslung zu sorgen.

Abwechslungsreich ist auch mein Arbeitsalltag. Neben den Routinearbeiten, die allumfassende Betreuung, ist dennoch jeder Tag anders. Situationen einzelner Menschen sind unterschiedlich und können sich schnell ändern. Ich freue mich, wenn ich gehe und sich die Seniorinnen und Senioren von mir gut gelaunt verabschieden. Meine Arbeit finde ich außerordentlich sinnvoll, das finde ich befriedigend.

Wer sich für diesen Beruf entscheidet, sollte Empathie, Geduld und Aufmerksamkeit mitbringen. Wichtig ist die Fähigkeit, trotz der Vertrautheit, die verschiedenen Schicksale nicht zu nah an sich heran zu lassen. Der Beruf hat auf jeden Fall sehr gute Zukunftsperspektiven und Weiterentwicklungs-möglichkeiten. Spezialisierungen sind möglich, wie z.B. Wundmanagement oder einen Ausbildungsschein zu machen.