Klaudia Berg, Berufsschulpfarrerin

Berufsschulpfarrerin

Mich haben schon in den ersten Berufsjahren zwei Themenfelder besonders interessiert: Pädagogik und Sozialethik.

Als Pfarrerin arbeitete ich zunächst im „Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt“, KDA, im Ruhrgebiet. Im Kontakt zwischen Kirche und Arbeitswelt standen sozialethische Fragen, wie zum Beispiel Frauenerwerbarbeit oder Strukturwandel, im Mittelpunkt.

Später war ich je zur Hälfte meiner Arbeitszeit in einer Gemeinde und in einer Hauptschule tätig. Irgendwann musste ich mich zwischen Gemeindearbeit und Schule entscheiden und beschloss, meine berufliche Laufbahn als Berufsschulpfarrerin fortzusetzen und damit meine unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen.

Seit gut sechs Jahren bin ich nun dabei und unterrichte evangelische Religion und Religionspädagogik am Berufskolleg Neandertal in Mettmann. Aktuell beschäftigen wir uns im Unterricht viel mit Fragen der Religionsfreiheit, aber ebenso mit Kirchenbau oder mit Kinderfragen zu Religion Ich unterrichte Schülerinnen und Schüler zwischen fünfzehn und Mitte vierzig Jahren. Es sind Handwerksklassen sowie Erziehrinnen/ Erzieher und Kinderpflegerinnen/ Kinderpfleger. Die Schülerinnen und Schüler ordnen sich ganz verschiedenen Religionen und Weltanschauungen zu.

Am meisten in meinem Job macht mir Spaß, immer sehr nah an dem zu sein, was Schülerinnen und Schüler gerade beschäftigt. Es findet ein guter Austausch statt und ich denke, alle lernen dazu – vielleicht sogar ich am Meisten. Die Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Beruf sind, sich immer wieder unterschiedliche Schwerpunkte setzen zu können. Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Schule haben Berufsschulpfarrerinnen und Berufsschulpfarrer nicht.